Wie funktioniert die LDR-Brachytherapie?

Die „LDR-Brachytherapie“, auch „Seed-Implantation“ genannt, ist eine bewährte Methode der Strahlenbehandlung. Sie ermöglicht Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom ein Leben ohne größere Einschränkungen, auch nach der Therapie. Die Strahlung ist hochdosiert und eng begrenzt. Der Ablauf der Brachytherapie bei Prostatakrebs beinhaltet eine Narkose, das Einbringen von winzigen, radioaktiven Quellen (Seeds) über Nadeln durch den Damm in die Prostata unter Ultraschall- und Röntgenkontrolle. Die Seeds bleiben zur gezielten Bestrahlung zurück und zerstören den Tumor über Monate hinweg. Anschließend erfolgen Nachkontrollen mittels CT. Der Patient bleibt oft nur eine Nacht stationär.

Behandlungsablauf

Die Implantation der Seeds bei der LDR-Brachytherapie erfolgt unter Narkose

Behandlungsschritt 1: Narkose

Narkose: In den meisten Fällen erfolgt der Eingriff unter Vollnarkose. Ein Anästhesie-Team leitet die Narkose ein, überwacht sie während der gesamten OP und leitet sie wieder aus. Auf Wunsch kann auch eine spinale Anästhesie durchgeführt werden.

Einbringung einer Rektalen Ultraschallsonde bei der LDR-Brachytherapie zur Positionierung der Seeds. Die genaue Platzierung der Seeds erfolgt mit Hilfe von hochauflösendem Ultraschall, der die Prostata und die benachbarten Organe (Enddarm und Harnblase) dreidimensional darstellt.

Behandlungsschritt 2: Einbringen der Sonde

Mithilfe des modernen digitalen Ultraschallgeräts und einer biplanaren Ultraschallsonde kann der Schallkopf sowohl sagittale als auch transversale Ansichten der Prostata darstellen. Die Sonde wird dazu in den Enddarm eingeführt. So können die Prostata und die umliegenden Organe (Blase, Enddarm) während des Eingriffs dreidimensional dargestellt werden. Sie dient außerdem zur Steuerung der Implantationsnadeln, über die die Seeds in die Prostata eingebracht werden. Vor der Seed-Implantation hilft die Sonde außerdem, die Größe der Prostata exakt zu vermessen.

Bei der LDR-Brachytherapie werden winzige radioaktiven Quellen (Seeds) über Nadeln durch den Damm in die Prostata unter Ultraschall- und Röntgenkontrolle eingebracht.

Behandlungsschritt 3: Bestrahlungsplan

Die Ultraschall-Sonde ist mit einem Computer verbunden. Der Medizinphysik-Experte kann mithilfe eines Bestrahlungsplanungssystems Ultraschallbilder für eine sofortige (intraoperative) Online-Dosisplanung nutzen und so die optimale Positionierung der Seeds berechnen. Dabei wird nicht nur die optimale Dosis für die zu behandelnde Prostata sichergestellt, sondern auch die Maximaldosis für Risikoorgane wie die Harnröhre und den Enddarm begrenzt.

Bei der LDR-Brachytherapie werden vor dem Einbringen der Seeds das Prostatavolumens und die Zieldosis berechnet.

Behandlungsschritt 4: Die Zieldosis wird berechnet

Die Zieldosis bei der LDR-Brachytherapie beläuft sich in der Regel auf 145 Gy und kann mithilfe des Bestrahlungsplanungssystems exakt berechnet werden.

Implantation von Seeds in die Prostata bei der LDR-Brachytherapie durch uro-mobile GmbH

Behandlungsschritt 7: Seedimplantation

Seedimplantation: Mithilfe einer Schablone (Template) werden die genauen Positionen der Seeds nun exakt nach dem Bestrahlungsplan in der Prostata festgelegt. Heutzutage verwendet man Seed-Ketten, die mit einem selbstauflösenden Material verbunden sind. Dieses sorgt dafür, dass die Positionen der Seeds bis zum Verwachsen mit dem Gewebe beibehalten werden. Die exakte Ablage der Seed-Ketten kann auch mittels Röntgenkontrolle (C-Bogen) durchgeführt werden.

Bei der LDR-Brachytherapie wird unter Berücksichtigung verschiedener Toleranzdosen der Bestrahlungsplan sowie die Dosisverteilung des Zielvolumens und der Risikoorgane von der Medizinphysik mittels einer Planungssoftware berechnet.

Behandlungsschritt 6: Auswertung

Auswertung: Da die Bestrahlungsplanung online und während der OP direkt stattfindet, können der tagesaktuelle Zustand aller Organe berücksichtigt werden. Sollte es nötig sein, kann durch die Live-Darstellung der Dosisverläufe eine eventuell notwendige Korrektur direkt durchgeführt werden. Sobald die Seeds abgelegt wurden, ist die Operation abgeschlossen und die Narkose kann beendet werden.

Abschlussuntersuchung des Patienten nach Implantation von Seeds durch die uro-mobile GmbH

Behandlungsschritt 7: Nachsorge

Nachsorge: Der Patient bleibt nach der Operation eine Nacht in der Belegabteilung unter ärztlicher Aufsicht und wird am Folgetag entlassen. Nach vier Wochen wird eine MRT-Aufnahme empfohlen, die die korrekte Lage der Seeds noch einmal bestätigt.

Implantation von Seeds in die Prostata

Illustration Implantation von Seeds in die Prostata bei der LDR-Brachytherapie durch die uro-mobile GmbH
  1. Template
  2. Blasenkatheter
  3. Hohlnadel zur Positionierung der Seeds
  4. Rektale Ultraschall-Sonde zur Positionierung der Seeds
  5. Kontrastmittel in der Harnblase
  6. Eingebrachte Seeds in die Prostata
  7. Enddarm

Vorteile der LDR-Brachytherapie

Durch Studien belegte Vorteile mit welchen Sie im Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden bei Ihren Patienten punkten können.

01


Minimalinvasiver Eingriff

Im Gegensatz zu einer Operation sind bei der Seed-Implantation keine Bauchschnitte oder Wundnähte erforderlich. Der Patient bleibt äußerlich unversehrt und die Prostata wird erhalten. Auch der innere Schließmuskel bleibt nach der Brachytherapie intakt.

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02


Erhalt der Sexualfunktion

Im Vergleich zu einer Operation der Prostata, bei der bis zu 50 Prozent der Patienten anschließend über Impotenz klagen, geben nur sechs bis 25 Prozent der Patienten, die eine Brachytherapie erhalten, ein Nachlassen der Sexualfunktion an. Dabei bleibt die Potenz nach einer Brachytherapie zunächst vollständig erhalten. Nach einer Radikaloperation der Prostata kommt es hingegen sofort zum Erektionsverlust, wenn die Erektionsnerven nicht erhalten werden können.

03


Erhalt der Harnfunktion

Schwierigkeiten, den Urin zu halten (Harninkontinenz), treten bei weniger als einem Prozent der Patienten nach einer Brachytherapie auf. Nach einer Operation kann die Häufigkeit dagegen bei bis zu zehn Prozent liegen.

04


Sehr gute Heilungschancen

Die LDR-Brachytherapie bietet ausgezeichnete Heilungschancen bei minimalen Nebenwirkungen und hat zahlreiche weitere Vorteile gegenüber anderen Behandlungsmethoden.
Bei Patienten mit einem vergleichsweise geringen Risiko sind die Heilungsquoten ebenso hoch wie bei einem chirurgischen Eingriff oder einer herkömmlichen externen Strahlentherapie. Bei Patienten mit Prostatakrebs einer höheren Risikostufe sowie bei Hochrisikopatienten erzielt die Kombination aus Brachytherapie und externer Strahlentherapie bessere Ergebnisse als eine alleinige Operation.

05


Die Behandlung erfolgt an nur einem Tag

Da die Brachytherapie sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt werden kann, ist ein Krankenhausaufenthalt nicht unbedingt notwendig. Darüber hinaus werden die Seeds in nur einer einzigen Sitzung implantiert, während die Behandlung bei externer Strahlentherapie mehrere Monate in Anspruch nimmt.
Vor allem jüngere Patienten, die noch im Berufsleben stehen, können in der Regel bereits zwei Tage nach der Implantation der Seeds ihre Arbeit wieder aufnehmen. Eine Rehabilitationsmaßnahme ist nicht erforderlich.

06


Kosteneffiziente Behandlung

Im Vergleich zu einer Prostatektomie (chirurgische Entfernung der Prostata) oder einer mehrwöchigen externen Strahlentherapie ist die Brachytherapie die kosteneffizienteste Behandlungsoption.
Die Brachytherapie ist von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen als Therapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms anerkannt und wird folglich erstattet.

Tino Ebneth Geschäftsführer der uro-mobile Gmbh mit seinem Team spezialisiert auf den technischen Support bei der LDR-Brachytherapie

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Tino Ebneth Geschäftsführer
uro-mobile – LDR-Brachytherapie für Ihre Patienten
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